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Energie & Umwelt

Das Dach kann mehr.

Es erzeugt Strom und Wärme, hält Regenwasser zurück und spart Heizenergie. Ein Innungsbetrieb plant das so, dass alle Schichten zusammenpassen.

Das Dach liefert Energie.

Solartechnik

Früher sollte ein Dach vor allem dicht sein. Heute kann es Strom, Warmwasser und Heizwärme liefern. Dafür gibt es zwei Techniken: Photovoltaik macht aus Sonnenlicht Strom, Solarthermie macht aus Sonnenwärme warmes Wasser. Beides passt auf geneigte und flache Dächer und an Außenwände, im Neubau wie im Bestand.

Der Innungsbetrieb berät, plant, montiert und wartet die Anlage. Er übernimmt alle Arbeiten am Dach selbst, auch die regensicheren Anschlüsse und Durchdringungen. Den Anschluss an Stromnetz oder Heizung übernehmen Partnerbetriebe, die er koordiniert.

PhotovoltaikSolarzellen wandeln Licht in Gleichstrom, der Wechselrichter macht daraus Haushaltsstrom. Keine Abgase, kaum Geräusche. Überschüsse gehen ins Netz.
SolarthermieKollektoren sammeln Wärme für Warmwasser und Heizung. Sie lassen sich in die Dachfläche einbauen und an das Deckbild anpassen.
EnergiekonzeptZusammen mit Dämmung, dichten Dachfenstern und einer hinterlüfteten Fassade wird aus dem Dach ein Teil des Energiesparkonzepts.
Ein Garten über den Dächern.

Dachbegrünung

Begrünte Dächer und Dachterrassen schaffen neuen Platz im Freien, auch auf Garagen und Carports. Sie verbessern Schall- und Wärmeschutz, binden Staub, halten Regenwasser zurück und kühlen das Kleinklima. Die Pflanzen schützen die Abdichtung vor Sonne und verlängern so ihre Lebensdauer.

Ob Kräuterwiese oder angelegter Garten: Ein genutztes Dach stellt hohe Anforderungen an die Abdichtung, und alle Schichten müssen zusammenpassen. Der Innungsbetrieb plant und baut das Dach, gemeinsam mit einem Garten- und Landschaftsbauer entsteht die passende Begrünung. Laufbeläge für Terrasse und Balkon verlegt der Dachdecker gleich mit.

ExtensivSedum, Moose, Kräuter. Leicht, flach und pflegearm, auch für Garagen und Carports.
IntensivRasen, Stauden, sogar Gehölze. Ein echter Garten mit höherem Aufbau und mehr Pflege.
Gut für alleWeniger Hitze in der Stadt, Regenwasser wird zurückgehalten, Insekten finden Nahrung.
Weniger Wärme verschwenden.

Dämmung

Über ein schlecht gedämmtes Dach geht viel Wärme verloren. Am meisten lässt sich bei Häusern sparen, die vor 1977 gebaut wurden. Früher wurde das ausgebaute Dachgeschoss oft nur mit Holzwolle-Leichtbauplatten verkleidet, ohne weitere Dämmung. Wer ohnehin neu eindeckt, abdichtet oder die Fassade bekleidet, dämmt mit vergleichsweise geringem Mehraufwand gleich mit.

Gedämmt wird zwischen, auf oder unter den Sparren, oft kombiniert. Bauphysikalisch am günstigsten ist die Dämmung auf den Sparren: Das Holz bleibt warm und trocken, und es gibt keine Wärmebrücken. Entscheidend ist eine luftdichte Ausführung, sonst zieht es und Tauwasser kann Schäden anrichten. Bund, Land und Energieversorger fördern Dämmmaßnahmen mit Zuschüssen oder günstigen Krediten.

U-WertEr gibt an, wie viel Wärme durch ein Bauteil geht. Je kleiner, desto besser. Eine 2,5 cm dicke Holzwolle-Platte hat 2,09 W/(m²K), mit 16 cm Dämmung sind es rund 0,22.
GebäudeenergiegesetzWer das Dach saniert, muss die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) einhalten. Für Dachflächen im Steildach gilt ein U-Wert von höchstens 0,24 W/(m²K).
Mehr WertEin gedämmtes Dach verbessert das Wohnklima, steigert den Wert des Hauses und lässt sich besser vermieten.
Sparrechner

Was bringt eine Dachdämmung?

Heute
1.660Liter Heizöl weniger pro Jahr
1.660oder m³ Erdgas

Beispielrechnung von der bisherigen Innungsseite: Dämmung auf 16 cm (Wärmeleitgruppe 035, U rund 0,22), Kesselwirkungsgrad 91 %. Ungedämmt gehen so etwa 15,5 Liter Heizöl je m² und Jahr verloren, danach rund 2 Liter. Ihr Haus kann abweichen. Eine genaue Berechnung macht der Innungsbetrieb.